Mitteilung

31.03.2016

Ausbildungsbereitschaft in Hamburg steigt weiter!

Übergang von Schule in den Beruf muss gelingen!

Zudem unterschätzt: Ungelernte verzichten monatlich auf 500 €

Die Halbjahresbilanz des Hamburger Ausbildungsmarktes fällt erfreulich positiv aus. So wurden der Agentur für Arbeit Hamburg in den vergangenen sechs Monaten 9.146 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das sind 544 oder 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aktuell sind noch 4.999 Lehrstellen unbesetzt, 290 oder 5,5 Prozent weniger als im März 2015.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Bewerber liegt bei 6.471 und hat sich damit zum Vorjahr praktisch nicht verändert. Im März waren noch 4.430 Bewerber in der Berufsberatung als suchend gemeldet, dies ist ein Rückgang zum Vorjahresmonat in Höhe von 77 oder 1,7 Prozent.

"Die Tendenz auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt stimmt: Das Gesamtangebot an freien Ausbildungsstellen in Hamburg ist erneut gestiegen und unterstreicht den Ausbildungswillen der Hamburger Wirtschaft. Zudem werden Ausbildungsverträge offensichtlich früher abgeschlossen, denn trotz des erhöhten Angebotes stehen Ende März 5,5 Prozent weniger freie Ausbildungsstellen zur Verfügung. Ein Zeichen für ein frühzeitiges Besetzungsverfahren. Jugendlichen kann ich daher nur raten, sich umgehend ins Bewerbungsverfahren zu begeben. Bis zu den Sommerferien sind es noch etwa 16 Wochen, die gut genutzt werden sollten. Besonders Bewerber mit dem allgemeinen oder mittleren Schulabschluss können auf eine Vielzahl von verschiedenen Berufs-ausbildungen zugreifen. Wer hier fachlich und regional flexibel ist, einem potentiellen Ausbildungsbetrieb von seiner Motivation überzeugen kann, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen ganz persönlichen Ausbildungsvertrag unterzeichnen“, erklärt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg.
 
Zudem müssen sich junge Erwachsenen klar machen, dass ungelernte Beschäftigte gleich zu Beginn ihres Arbeitslebens Monat für Monat 500 Euro weniger Lohn erhalten, weil sie nicht als Fachkraft tätig sind. Neben dem finanziellen Aspekt sichert eine qualifizierte Berufsausbildung den eigenen Job und ist Grundlage für zusätzliche Weiterbildung und späteren Karriere“, ergänzt Sönke Fock und betont, „Hamburg bietet über 300 unterschiedliche  Ausbildungsberufe an, da sollte jeder eine passende Fachrichtung finden, die zu seinen Interessen und Talenten passt.“
 
„Zum heutigen Stichtag haben wir gut 3.200 neue Ausbildungsverträge in unser Verzeichnis eingetragen. Damit befinden wir uns auf Vorjahresniveau", sagt Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer. Für das laufende Ausbildungsjahr sind der Handelskammer bis jetzt 1.461 freie Stellen gemeldet worden. Das entspricht einem Plus von über 33 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitpunkt. „Die vielen noch zu besetzenden Ausbildungsplätze für dieses Jahr dokumentieren den beginnenden Fachkräftemangel“, so Melsheimer weiter. Wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den in der Handelskammer registrierten Azubis ergab, nutzen viele Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche die verschiedenen Angebote der Kammer. Häufig wurde dabei zum Beispiel die Ausbildungsmesse der Handelskammer – die Hanseatische Lehrstellenbörse – genannt. "Wir freuen uns, dass unsere laufenden Angebote und Veranstaltungen für die Ausbildungsplatzsuche so erfolgreich sind", sagt Melsheimer und verweist dabei auf das Azubi-Speed-Dating am 7. Juni.
 
Im Hamburger Handwerk zeigt sich die Ausbildungslage weitgehend stabil auf Vorjahresniveau. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist ungebrochen hoch. Lehrstellen zu besetzen ist inzwischen für viele zu einer Herausforderung geworden. Dennoch weist der Trend darauf hin, dass auch dieses Jahr die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Hamburger Handwerk konstant gehalten werden kann. Der Handwerkskammer Hamburg sind aktuell für die Online-Lehrstellenbörse 523 freie Ausbildungsplätze gemeldet, insgesamt waren es bisher 682. Grundsätzlich besetzen die Betriebe viele ihrer Lehrstellen auch ohne die Hilfe der Handwerkskammer oder der Agentur für Arbeit. Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Die Hamburger Handwerksbetriebe leisten hervorragende Ausbildungsarbeit für die Metropolregion. Junge Menschen haben sehr gute Chancen, einen Platz für eine duale Ausbildung in einem attraktiven Handwerksberuf zu bekommen. Für talentierte und leistungsbereite Nachwuchskräfte, die die Sache mit viel Eigeninitiative, Kreativität und Mut zur Innovation anpacken, sind die Karriereperspektiven ausgezeichnet: Im Hamburger Handwerk stehen derzeit viele Führungspositionen und Betriebe zur Übernahme an.“
 
Wolfgang Molitor von der Landesinnung der Gebäudereiniger Nordost wirbt für seine Ausbildungsberufe zum Gebäudereiniger: „Wie unsere Erfahrung zeigt, sind ein guter Hauptschulabschluss gepaart mit der Leidenschaft für einen anspruchsvollen Beruf die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung und eine glänzende Karriere!“ Jährlich werden etwa 80 Ausbildungsverträge in Hamburg abgeschlossen, die für weibliche und männliche Bewerber gleichermaßen geeignet sind. In der Arbeitsagentur sind derzeit 25 gemeldete Lehrstellen zum Gebäudereiniger mit Ausbildungsbeginn Herbst 2016 frei. Weitere Informationen über die Landesinnung Nordost oder über die Jugendberufsagenturen.
 

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